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Ratgeber und Verzeichnis für Dunkelfeldmikroskopie

Der Dunkelfeldkondensor, worauf kommt es an?

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dunkelfeldkondensor

Der Dunkelfeldkondensor bildet quasi das Herzstück des Mikroskop. Umso wichtiger ist es sich umfangreich diesem Part zu widmen. Es gibt Trocken- und Öl (Immersions) Kondensoren. Wir empfehlen hier die Verwendung von Nasskondensoren die mit Öl betrieben werden. Bisher konnten wir keinen Hersteller ausmachen, der eine brauchbare Qualität für Trockenkondensoren mit der erforderlichen numerischen Aperatur für die Blutuntersuchung liefern konnte. Beim Öl Immersionskondensor wird bei der Verwendung ein Tropfen Immersionsöl auf die Kondensorlinse gegeben. Der Kondensor wird dann mit dem Öltropfen von unten an den Objektträger herangefahren bis das Öl den Objektträger berührt. Durch die Verbindung des Immersionsöls mit dem Kondensor und dem Objektträger wird ein luftleerer Raum erzeugt was zu einer höheren numerischen Aperatur führt und damit zu einer besseren Abbildungsleistung und die Verwendung höherer Vergrößerungen. Ein weitere Vorteil des Öl Dunkelfeldkondensors besteht darin, dass weniger Lichtreflexe an Kondensorlinse und Objektträger enstehen. Das Bild ist dann klarer und frei von Störungen durch falschen Lichteinfall. Nach der Verwendung des Kondensors wird das Öl einfach vom Kondensor abgewischt. Die numerische Aperatur die ein Dunkelfeldkondensor für die Blutuntersuchung und die Verwendung der 1000x Vergrößerung mindestens benötigt liegt bei 1.25. Die numerische Aperatur ist in der Regel als Zahl auf dem Kondensor aufgedruckt und wird häufig mit dem Buchstabenkürzel N.A. abgekürzt. Sollte der Dunkelfeldkondensor eine kleinere Numerische Aperatur als 1.25 aufweisen, so kann das 100x Objektiv für die 1000x Vergrößerung nicht genutzt werden. Kleinere Numerische Aperaturen treten häufig bei günstigen Mikroskopen auf, welche nicht für die professionelle Blutuntersuchung geeignet sind. Achten Sie daher bei dem Kauf auf diesen Wert. Je höher die numerische Aperatur desto leistungsfähiger ist der Kondensor und damit das Gesamtsystem. Der untern gezeigte Beispielkondensor aus unserem Optika B-500TDK hat beispielsweise eine numerische Aperatur von 1,25 bis 1,36 welche den Kondensor für die professionelle Blutuntersuchung geeignet machen.

dunkelfeldkondensordetails

Die im Bereich der Blutuntersuchung eingesetzten Dunkelfeldkondensoren sind bezüglich der technischen Bauform in der Regel Kardioidkondensoren. Bei den Kardioid Dunkelfeldkondensoren ist ein Zentralspiegel verbaut welcher konkav gewölbt ist. Dieser Spiegel leitet das Licht nach außen zur Kondensorlinse die einen runden, Konkavspiegel besitzt. Die Alternative zum Kardioidkondensor ist der Paraboloidkondensor welcher durch eine 1x Ablenkung Dunkelfeld erzeugt.

Auch Objektive erzeugen über die Angabe über eine Numerische Aperatur. Dieser Wert auf dem Objektiv muss um mit dem Kondensor zu kooperieren kleiner sein, als die Numerische Aperatur des Kondensors. Beim 100x Objektiv wird daher häufig eine Irisblende verbaut, welche durch Schließung, die Numerische Aperatur des Objektivs herunterregelt um die Aperatur des Kondensors zu erreichen. Bei unseren Dunkelfeldmikroskopen können Sie jedoch sicher sein, dass Objektive und Kondensor aufeinander abgestimmt sind und die Numerischen Aperaturen passen.

Was bedeuten diese Erkenntnisse nun für Sie?

Achten Sie beim Kauf auf einen Kardioid Öl Immersionskondensor. Nur mit einem solchen Kondensor können Sie optimale Ergebnisse im Dunkelfeld erzielen. Günstige Mikroskope haben meist keine Kardioid Kondensoren verbaut und erreichen damit wenn überhaupt nur ein schlechtes Dunkelfeldbild. Durch das Immersionsöl wird das Licht welches durch den Kondensor getragen wird gebündelt und sorgt damit für mehr Licht im Präparat und eine bessere Bildqualität. Nur so können Vergrößerungen von 1000x optimal genutzt werden ohne Einbußen bei der Bildqualität zu haben. Kaufen Sie ein Dunkelfeldmikroskop von Mikroskope Beyersdörfer, so können Sie sicher sein dass diese Anforderungen alle erfüllt sind.

 

18. September 2013 |

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